Archiv für September, 2010

Es wäre ja zu schön gewesen…

…ein Basler Sieg gegen die Bayern. Oder zumindest ein Unentschieden. Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass man einer der besten Clubmannschaften Europas die Stirn bieten konnte, die Erinnerung an die Hühnerhaut-Stimmung im Joggeli – und ein kaffee-beschmutzter Notizzettel, auf dem die Anmerkung in der 89. Minute nicht hätte sein müssen…

Die Video-Statements, die ich nach dem Spiel von den Spielern eingefangen habe, gibts u.a. auf baz.ch zu sehen. PS: Fink hat recht: Bayern war nicht cleverer, sondern hatte einfach nur Schwein.


Ein Ghettoblaster mit Durchblick

Dieses überstylische Teil hab ich beim Kollegen von BadTaste (sei gegrüsst!) entdeckt. Die aussergewöhnliche Boombox funktioniert übrigens noch.


Von Grotti und Teddybären – Drei Ausgehtipps

Die Sonnenstube der Schweiz ist nicht nur wegen des sonnigen Wetters beliebt (naja…fast so sonnig wie Basel), sondern auch wegen ihrer kulinarischen Verlockungen, denen ich schwacher Mensch mich nur zu gerne hingebe. Nach dem Burrata-Salat im Seven Easy gibts hier deshalb noch drei weitere Ausgehtipps aus dem Tessin: Zwei Grotti und ein Bed-and-Breakfast-Kaffee (zum Glück gibts noch die zwei Kleinen, die mich auf Trab halten, sonst hätte ich bei der Rückreise wohl nicht mehr durch die Gotthardröhre gepasst).

Eine atemberaubende Aussicht von der Magadino-Ebene im Norden über die Brissago-Inseln bis hinunter nach Italien bietet das Grotto Da Peo in Ronco; oder besser gesagt: über Ronco. Ideal für Wanderfreunde oder Besitzer eines Geländewagens. Die Tessinerplatte ist zwar etwas mager ausgefallen, doch das Ambiente, die kinderfreundliche Bedienung, und natürlich die Aussicht, entschädigen für alles. Für mich jedenfalls ist das Da Peo der Inbegriff eines Grottos…

Wer keine Lust hat, gefühlte tausend Höhenmeter den Berg hoch zu kraxeln, sondern sich den Bauch ohne Vorleistung füllen will, dem sei das stilvolle Grotto Broggini in Losone empfohlen. Das Lokal hat einen seeehr grosszügigen Aussenbereich (inkl. Kinderspielplatz…der ist gold wert) und diverse, verwinkelte Ess- und Trinknischen im rustikalen Innern (unten). Spezialität des Hauses: «Güggeli am Spiess über dem Buchenholz gebraten». Lecker. Ich habe trotzdem die Hirschschnitzel genommen. Erstaunlich, wie das Broggini den Spagat zwischen Massenabfertigung und intimem Ambiente schafft (das verwinkelte Lokal hat locker eine ganze Hochzeitsgesellschaft sowie über hundert ’normale‘ Gäste geschluckt). Eine besondere Augenweide ist der begehbare Weinkeller…

Etwas hipper und artyer, ja fast schon urbaner, geht es im Caffè Del Arte‘ in Locarno zu und her. Hier wird einfaches, unterkühltes, modernes Interieur mit rustikalem Stein und einem malerischen, mediterranem Innenhof kombiniert.

Das Caffè Del Arte‘ beweist, dass es sich definitiv lohnt, auch die Gässlein hinter der Piazza Grande zu erkunden. Im Empfangsbereich des Bed-and-Breakfast-Kaffees gibt es neben Bildern und Spielsachen auch stylische Teddybären zu bewundern, bzw. kaufen. King Fynn liessen die putzigen Kerlchen aber kalt…


Die Vorspeise des Sommers…

…war für mich Burrata, eine Art Mischung aus Caprese und Rucola-Salat. Der einzige Ort, an dem ich den Salat bisher gesehen – bzw. verschwinden lassen — habe, ist das Seven Easy in Ascona.

Wenn es südlich des Gotthards nichts als Wüste gäbe…allein diese Kreation aus Mozzarella, Tomaten, Rucola und Kresse wäre die Reise ins Tessin wert.


Sagt ein Blattmacher zum anderen…

«Du kunnsch mr amigs vor, als ob Du d Mässlatte immer extrem hoch leggsch und wenn Du Dienscht hesch, rennsch aifach undeduure.» …danke an U.B aus B. für den Spruch des Tages!=)


Video-Workshop mit Bill Frakes: «What you gonna find out in two years»

Das Filmen mit einer digitalen Spiegelreflexkamera hat die Arbeit vieler Fotografen – und Filmer – grundlegend verändert: Plötzlich kann (bzw. muss…je nach Auftraggeber) ein Fotograf mit seinem Arbeitsgerät auch filmen. In Kino-tauglicher HD-Qualität! Wer dies beherrscht, könnte künftig doppelt Kohle machen: mit Bildern und mit Videos. Und weil dieser Wandel in der konvergenten Medienwelt unumgänglich scheint, gibt es Kurse, in denen einem gelehrt wird, dass Fotografen in Zukunft auch Filmer sein sollten, um Konkurrenzfähig zu bleiben. Einen solchen Kurs besuchte ich, der ‚Profi‘-Fotograf, diese Woche;)

Geleitet wurde die eintägige Lektion vom US-Fotografen Bill Frakes (55, links im Bild), der den Wandel zum Filmer bereits erfolgreich vollzogen hat. Frakes ist Fotograf der Sports Illustrated, Gewinner des «Newspaper Photographer of the Year»-Awards und des Pulitzer-Preises – unter anderem. Unterstützt wurde Frakes von der jungen Laura Heald (liegend im Bild), mit der er die meisten Bild- und Videoaufträge realisiert; im Gepäck: Unzählige Kameras und ein Minimum an Mikrophonen, Stativen etc. So können die beiden mit verhältnismässig kleinem Aufwand verhältnismässig viel Geld verdienen: Sie werden nämlich – nicht wie früher – nur fürs Fotografieren bezahlt, sondern auch fürs Filmen. Davon profitiert auch der Auftraggeber, der nicht extra noch eine separate Video-Crew losschicken muss. Eine typische Win-Win-Situation.

Anstatt wie früher lediglich 2-3 Sure-Shots für ein Print Magazin zu schiessen, haben sich die beiden zusätzlich auf Videos, gedreht mit digitalen Spiegelreflexkameras (Nikon 3Ds), spezialisiert. Schliesslich können sie via Homepage und v.a. via iPad Millionen von Leuten mehr erreichen (zumindest in Amerika). Frakes: «Erreiche ich lieber 10 Mio. Leute mit 2 Print-Bildern, oder 80 Millionen mit bis zu 300 Online-Bildern und einem Video? Die Antwort ist klar!» Techniken wie das iPad gehöre die Zukunft – nicht nur in den Staaten: «What you gonna find out in two years» (Line des Tages!). Interessant in diesem Zusammenhang ist Folgendes (das sollten sich auch die Verleger in der Schweiz vor Augen halten):

  • Sports Illustrated (SI) verkauft wöchentlich 1 Mio. iPad-Ausgaben à 5 $. Das macht 5 Mio. Dollar, ohne einen Cent für Druck und Distribution bezahlt zu haben.
  • Das American-Football-Video «Tank Johnson: Path of righteousness» (2 Tage Arbeit für Frakes und Heald) verzeichnete auf der Sports-Illustrated-Page innerhalb der ersten Woche 11 Millionen Full-Views. Gedreht wurde speziell fürs iPad (Videos auf dem iPad sehen «sexier» aus, als auf einer normalen Homepage, findet Frakes). Für gewisse Leute ist die vom Platz her begrenzte SI-Printausgabe deshalb in erster Line ein «Anreisser» für das grenzenlose Netz- und iPad-Angebot.
  • In einem anderen Video der beiden über das Kentucky Derby, das grösste US-Pferderennen, konnten zehn Werbesekunden am Anfang für 250’000 Dollar verkauft werden. Hoppla.
  • Die meiste Clicks verzeichnet SI-Online zwischen 11h-14h, der Durchschnittuser bleibt bleibt 2 Minuten auf der Page, Erwachsene stehen eher auf 90-Sek.-Clips, Kids gucken gerne auch 7-Min.-Filme…die haben ja Zeit.
  • Fotografieren/Filmen ist einfach (zumindest für Frakes;), schwierig sei der Entscheid, wann man was macht (wie wahr!).
  • Leute fühlen sich von einer digitalen Spiegelreflexkamera weniger bedrängt, als von einer Film-Kamera.

Am erkenntnisreichsten für meine eigene, bescheidene Video-Praxis sind folgende Punkte: Erstens mischen Frakes und Heald munter Video und Fotos durcheinander, wobei ersteres dominiert. Phasenweise sind ihre Werke aber Audio-Slideshows, als Videos. «Bilder bleiben den Leuten eher im Kopf», erklärte Heald. Gute Fotos zu bekommen sei allerdings schwieriger, als einfach drauflos zu filmen. Zweitens nehmen Frakes und Heald viele (Zuschauer-)Statements und Ambiente-Sounds separat auf («Zoom»-Recorder) und legen diese dann unter die Bilder (die haben wohl auch die Erfahrung gemacht, dass viele spontan angesprochenen Leute die Kamera scheuen;).

Wie ich als Online-Redaktor, arbeiten auch sie meist unter Zeitdruck. Viele Videos müssen vier Stunden nach Event-Ende online sein (z.B. das Pferderennen-Video). Je später das Video erscheint, desto weniger Clicks gibts. In den zwei Tagen nach den Ereigenissen verzeichnen die Videos Millionen von Clicks, danach sacken die Views in den Keller.

Zum Abschluss zwei eindrückliche Videos von Bill Frakes – natürlich beide gespickt mit Fotos (30 Jahre Fotografie gehen halt nicht spurlos an einem vorbei;)

PS: Habe ich schon erwähnt, dass die letzten Brandhärd-Videos ebenfalls mit digitalen Spiegelreflex-Kameras gedreht wurden?


Feuer über Arlesheim

Heute verabschiedete sich der Tag auf die schönst mögliche Art…


Brandhärd und die Kids

Heieiei, da reisst man sich wochenlang den Allerwertesten auf für die Medienarbeit. Und dann das: Zwei Artikel an einem Tag. Aus heiterem Himmel. So geschehen am vergangenen Freitag. Da sagt man natürlich nicht nein.

PS: Hier noch ein toller Song zum Thema…Eminem – The Kids! =)

PPS: Nächstes Wochenende drehen wir den neuen Videoclip. Ratet man zu welchem Song;) Die Tickets zur Blackbox-Plattentaufe vom 16. Oktober gibts übrigens hier zu kaufen.


Gedanken zu Nine Eleven

Weisst Du noch, wo Du am 11. September 2001 gewesen bist? Ich erinnere mich noch ganz genau: Ich, ein frisch gebackener Maturand, war Rekrut in der Uem RS 263 in Bülach. Wir sassen dichtgedrängt auf der Ladefläche eines Militär-Lkws, umgeben von Rucksäcken, Sturmgewehren, Generatoren und Kisten voller Übermittlungsgeräten. Soeben hatten wir – wieder einmal – eine mehrtägige Übung inkl. Übernachtung im Bunker hinter uns gebracht, irgendwo zwischen Schaffhausen und Kloten. Wie schon so oft. Das Wetter war blendend und wir waren auf dem Weg zurück in die Kaserne. Der Fahrtwind pfiff uns um die Ohren und gedanklich waren wir wohl schon beim Feierabendbier.

Plötzlich klingelte mein Handy. Meine zwei Jahre jüngere Schwester war dran. Sie erzählte aufgeregt, dass beim World Trade Center in New York irgend etwas Schlimmes vor sich gehe. Flugzeuge seien abgestürzt und die WTC-Türme brennen, genaueres wisse man noch nicht. Ich war perplex, verwirrt, ahnte aber irgendwie, dass in NYC wohl gerade Unfassbares passiert.

Dennoch war ich kurz darauf vollkommen überwältigt von den Fernseh-Bildern, die sich im grossen Speisesaal der Kaserne in mein Gedächtnis einbrannten, wie ich es zuvor noch nie erlebt hatte. Umgeben von dutzenden Kameraden sah ich live, wie die Twin Tower in New York in sich zusammensackten, als hätte jemand bei einem Jenga-Turm das falsche Klötzchen herausgezogen.

«Nichts wird mehr so sein, wie es einmal war», wurde danach bis zum Erbrechen wiederholt – irgendwie musste die kollektiv traumatisierte (westliche) Öffentlichkeit ja das Unfassbare in Worte fassen. So abgelutscht die Worte inzwischen tönen mögen, für mich traf – und trifft – dies irgendwie noch immer zu. Nichts ist mehr, wie es war. Vor allem New York und Amerika nicht. Aber auch ich. Wie sag ich doch auf dem Song «Black Swan»:

9-11 für mi dr Dreih- und Angelpunkt,
wo zeigt wie mit wenig alles anderscht kunnt.
Kein hett drmit grächnet, alli überrumpled.
Dr Schwarzi Schwan hett dr Alltag überrundet.
Drnoo wird konstruiert und e Begründig gfunde,
falsch interpretiert, Salz in unsri Wunde.
System us Elemänt, wo fascht alles zämehängt.
Vo usse koheränt – in Pulverform zersprängt.

Schon vor 9-11 habe ich mich stark für das Weltgeschehen interessiert (mehr als für die Aktualität in der Schweiz). Doch dieses Ereignis – die Terroranschläge vom 11. September 2001 – und das, was danach geschah – der «Krieg gegen den Terrorismus», der angebliche «Kampf der Kulturen», der US-Einmarsch in Afghanistan, der Einmarsch im Irak (ich war damals, 2003, in den Skiferien in Grindelwald) –, all dies machte aus mir ein anderer Mensch. Jemand, der wissen will, warum man aus Hass derartig Abscheuliches (er)schaffen kann. Vor allem aber auch jemand, der nicht verstehen kann, wie man – auf Opferseite – derart unreflektiert mit Gegenhass reagiert (die Attentäter hatten ihr Ziel erreicht).

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«As-salāmu ʿalaikum» – Besuch in einer Moschee

Heute Morgen begann für die arabisch orientierten Muslime das dreitägige Fest des Fastenbrechens – auch Zuckerfest genannt – zum Ende des Ramadans. Die türkischen und albanischen Gläubigen festen bereits seit gestern. Ich hatte die Gelegenheit, den Anlass in der König Faysal Moschee mitzuerleben. Hier gibts die Reportage dazu und hier die Erklärung, warum die einen Muslime 30 Tage fasten, während die anderen nach 29 schon festen. Zudem sind mir heute zwei gute Bilder gelungen, wie ich finde.

Der 55-jährige Nabil Arab (oben) ist Verwalter der König Faysal Moschee an der Friedensgasse (beim Pharmazentrum). Während des gesamten Ramadans hat er täglich fast 18 Stunden für das Islam-Zentrum gearbeitet – und rund 3 Stunden geschlafen. Das ist wohl härter als jede Fasterei.

Der Schweizer Malik P. (42) konvertierte vor 14 Jahren zum Islam. Sein offizieller Vorname ist Niklaus. Für ihn sind die Erfahrungen des Ramadan bereichernder als jede Reise. Deshalb nimmt er sich für diese Zeit auch zwei Wochen Ferien. Auch eine Art, Kraft zu tanken und Inspiration zu sammeln.
Für mich war es jedenfalls ebenfalls sehr bereichernd, einen Einblick in das Innenleben einer Moschee zu bekommen. Beeindruckend, wie mich nach der Prozedur völlig fremde Menschen umarmten und mit «Bruderküssen» eindeckten. Eine Erfahrung, die all den notorischen Online-Kommentar-Nörglern mit islamophobem Unterton auch gut bekommen würde. Erschreckend, wie rasch die Diskussion sogar bei einem positiven Islam-Artikel zur Polemik wird.


Zwei grandiose Spanier: Pesquera & Eternum Viti

Zwei weitere Rotweine für meine Liste der empfehlenswerten Spanier. Damit ich nicht vergesse, was für Tropfen ich mag. Vielleicht kann ich in ein paar Jahren ja einmal einen «roten Faden» finden in meinen Wein-Notizen. Kandidat Nummer eins ist ein Pesquera Tinto Crianza 2003, bestehend aus 100 % Tempranillo, 18 Monate in amerikanischer Eiche gelagert. Zu verdanken haben wir diesen Ribera del Duero der Bodega Alejándro Fernandez.

In meine Klauen gelangte der Pesquera quasi aus versehen: Meine Liebste benötigte die Flasche als Unterlage für ein Geburtstagskärtlein, das dann auf der Etikette klebte. Wie der Zufall so will, wurde ich somit doppelt beschenkt – mindestens;)

Zu Kandidat Nummer zwei: Erstanden als Coop-Aktion für rund 15 Franken, hegte ich nicht all zu viel Erwartungen für den 2008er Eternum Viti Toro. Zumal die – im Gegensatz zum Pesquera – ansprechend designte Etikette kaum etwas über den mysteriösen Spanier verriet. Unter diesen Voraussetzungen konnte dieser Wein nur gewinnen. Und das tat er.

Wie sich zeigt, handelt es sich auch beim Eternum Viti um einen Tempranillio (wird da etwa ein roter Faden sichtbar?;), genauer gesagt, um dessen Ursorte Tinto de Toro. Produziert wird der Wein von der Viñaguareña für die Bodegas Albanico. Anders als der Pesquera lagerte der Eternum Viti überwiegend in französischen Eichenfässern (70%). Soso.


Fertig «Bastian» in der Fondation

Seit gestern Sonntag ist die grosse Basquiat-Ausstellung in der Fondation Beyeler Geschichte. Sehenswert waren sie allemal, die Skizzen, Bilder und ‚Schmierereien‘ der New Yorker Legende. King Fynn nannte JMB aus NYC während des Rundgangs der Einfachheit halber «Bastian». In bester Erinnerung bleibt vor allen dieses Werk…

Das ist keine Zeichnung von King Fynn. Nein. So sieht es aus, wenn Jean Michel Basquiat (R.I.P.) zum Edding greift und seinen Weggefährten Fab 5 Freddy portraitiert, ihr wisst schon, den ewig grinsenden Typen mit Sonnenbrille, bekannt aus dem HipHop-Kultfilm «Wild Style» (2. v.r.).

Anlässlich der Basquiat-Vernissage liess sich Fab 5 Freddy, dem wir diesen denkwürdigen Film miunter zu verdanken haben, im Mai in Riehen blicken. Ich könnt mich ohrfeigen, dass ich die Podiumsdiskussion damals verpasst habe (Bild unten: Pro Litteris).

Unglaublich, der Typ hat mittlerweile 51 Jahre auf dem Buckel und sieht – abgesehen vom Outfit – immer noch gleich aus wie damals in «Wild Style». 1983 war das.


Teatime mit Fabio Capello und Steven Gerrard

Nach der WM ist vor der Euro. Morgen kommt es im Joggeli zur Nati-Schlacht gegen die Engländer – da wird im Vorfeld natürlich wieder geredet, geschrieben und gewerweist was das Zeug hält. Die altbekannten Fussball-Floskeln eben: «Wir müssen aufpassen», «wir sind Aussenseiter» oder «der Gegner verfügt über eine hervorragende Abwehr»…heisst es von beiden Seiten. Klaaar doch. Kein Wunder, interessieren sich da viele eher für die Sexaffäre von Rooney (…Wayne?) und die Begegnung von Alex Frei und dessen Spuck-Opfer Steven Gerrard (remember? …alle drei Stars spielen übrigens morgen). Fast so interessant ist der Blick hinter die Kulissen des medialen Drumherum. Zum Beispiel in das Gesicht von England-Trainer Fabio Capello. Der Italiener tut sich offensichtlich noch immer schwer mit den Fragen auf Englisch (hier gibts übrigens die Videos von der Medienkonferenz)…

Steven Gerrard wird zu seinem Nati-Freund Rooney ausgequetscht…

Ratet mal, woher die meisten Journalisten kommen…

…richtig, aus England (ausser einer, links im Bild;). Dort sehen sogar gewisse Fotografen aus wie Hooligans…


Auszeit am Lac de Nêuchatel

Bei strahlender Sonne über dem Wasser im Hotelbett aufzuwachen, kann man nur in einem Luxusresort auf den Malediven. Dachte ich bis vorgestern. Das Palafitte am Lac de Nêuchatel bewies mir das Gegenteil (sogar die Fischer haben sie fürs Fotos organisiert)…

Kaum zu glauben, dass man dieses Bijou auf Stelzen nach der Expo 02 – das Hotel wurde eigens für die Landesausstellung geb(pfahl)baut – wieder abreissen wollte. Wo sonst kann man sich morgens straight nach dem Aufwachen ins kühle Nass gleiten lassen, ohne das Zimmer (durch die Haupttüre) zu verlassen?

Jetzt, Anfang September, ist der Neuenburgersee erfrischend wie die Maggia (es muss ja schliesslich nicht immer das Tessin sein). Und beim Palafitte stimmt natürlich auch das Drumherum: Am stylischen Zimmer etwa hatten auch die Kleinen ihre Freude. Weniger wegen dem stilvollen Interieur, sondern eher wegen dem Zusatzbett, das man aus der «Schatztruhe» zaubern kann…

Mit den Kleinen im Schlepptau gehörten wir so ziemlich zu den Exoten im Hotel, zeichneten sich die anderen Gäste doch eher durch andächtiges Flüstern und Bewegungen im Zeitlupentempo aus. Lichtblick des Abends (neben der Jungmannschaft) war FCB-Vize Bernhard Heusler, der zur Tischgesellschaft nebenan gehörte.

Eineinhalb Autostunden von Basel entfernt…ich glaub, ich sollte öfter hierher kommen. Auch, um mich durch das lokale Weinangebot zu trinken.

Dufte: Shampoo, Body Lotion, Seife…alles von Hermès.

Tipp: Einen Abstecher wert ist auch das Hôtel Jean-Jacques Rousseau in La Neuveville am Bielersee. Zum Essen zumindest, die Zimmer haben wir nicht inspiziert.