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onYva-Zeedel 2015: G.N.U. – Gib nid uff

Wer uns am Cortège verpasst hat. Oder wer von uns keinen Zeedel verpasst bekommen hat – unter dem Bild könnt ihn meinen onYva-Zeedel in digitaler Form nachlesen.

Und hier gibts meinen Text «Was ich an der Basler Fasnacht liebe», den ich für VICE geschrieben habe.

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G.N.U. – Gib nid uff

D Stadt isch ruhig, kai Windli waiht
Kai Sunnestraahl, kai Güggel kraiht
Dr Bode bebt und Schyybe zittre
Es donnered als wurds go gwittre
E dunkli Front am Himmelhoof
Verschreggt grad die verschupfte Schoof
Wo stuunend steehn am Stroosserand
Si gseehn si ko – e schwarzi Wand
Die walzt sich vorwärts, kunnt im Nu
Denn sinn si do, die wilde Gnu

Das Bild, dä Biss, die Poesyy
E woors Gedicht – so muess es syy!
So subversiv, mit Intelläggt
Subtil, debil und doch diräggt
Dä Zug, das Goschdyym, s passt perfäggt!
Dä Gaischtesblitz verdient Reschpäggt.

Nur aini isch ganz durenand
Drbyy kunnt die nid mol vom Land
So stooht döört ganz verdattered
Mit me Gebiss wo glappered
D Frau Sarasin am Stroosserand
Voll Zwyyfel iiber iir Verstand:
Die onYva, s isch unerheert
Wie die jetzt do dr Cortège steert!
Es glepft, es raucht, s isch ai Radau
E Härde Gnu, e bitzli blau
Jä Sinn das Schlimpf, y gseehs nid gnau?
Do druss wird wiirgglig kaine schlau
Dä Kaktus döört git au kai Sinn
Är drummled wild – y glaub y spinn
Als ob das noonig gniegend wär
Pfyfft vorne draa e Legionär
Und zwischeninn, s isch wie im Waan
E Meerjumpfere – filigran
Fascht wien e Hirt wirft die dr Stogg
Und danzt in iirem Schuppe-Rogg

Do hauts aim fascht dr Nuggi uuse
Dr Sarasin blybt nur no s Gruuse
Si schimpft und speyt grad Gift und Galle
Will kain das Sujet doo ka schnalle
Drum will si jetzt e Zeedel kralle
Dr Vortrab wird grad iiberfalle
E Schrey, e Schlag, denn gheert mes knalle
Si zaigt dr Zeedel, foot aa lalle
Doch kain verstoots, die Wort verhalle
Will iir Gebiff isch uusegfalle

Grad nääbe dere alte Grytte
Foot s Bublikum jetzt aa mit strytte
Die Gnu sinn doch, sait aine hässig
Als Sujet huere chaibe gschpässig
Die Glygge, s gooht mr geg dr Strich
Will, dass ych mir dr Kopf zerbrich
Die stiirme tobend um dr Egge
Und maine, dass mir das denn tschegge
Gib Bier statt Gnu! Nid iiberlegge!
Die Viicher solle grad verregge!

Ganz anderscht gseeht das s Annegreet
Wo straahlt wien e scheen Bluemebeet:
Dä Schlumpf, die Gnu, dä Legionär
Das Zämmeschpiil isch legendär!

Doch was die Lytt jetzt noonig wisse
Si wärde laider grad bitz bschisse
Fiir alli, wo dr Sinn vermisse
Dien mir jetzt mol dä Helge hisse:
«G.N.U.» stooht do fir «Gib nid uff»
Au nid im allergreeschte Buff
Dr Zuesatz, wo eych woohl nid gfallt:
«Es het e jede schon e mol e Sujet nid gschnallt»
Das isch e sanfte Stich in d Sytte
Geg all die gschyyde Dängger-Glygge
Äxgyysi fir dä frächi Tritt
Mir wänn gar nid, dass es Sinn gitt!
www.onyvabasel.ch

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TripleNine-Exclusives an der Bounce-Cypher

Black Tiger, Shape, KWAT, E-Light und TripleNine – Basel war gut vertreten an der grossen Bounce-Cypher bei SRF Virus (hier die Zusammenfassung). Hier der TripleNine-Ausschnitt von Silenus, Abart und meiner Wenigkeit.

Ebenfalls erwähnenswert: Der hammerharte Chilz-Part. Unter dem Foto gibts zudem den Text zu meinem Exklusive.

Foto: Oli Baer/SRF

Foto: SRF Virus/Oli Baer (rundumsbild.ch)

Fetch-Exklusive
TripleNine-Schabernack, lueg e mol die Basler aa.
Mach nid ein uff Jesus, mir nagle di an Marterpfahl.
Red nid vom Nordweschte als wär das no s Neandertal.
Ihr hänn schöni Pussies, doch krieged do e Schwanz in Arsch.
Anderscht hart.
Elefante uff em Bölche, dr Fetch isch ihre Hannibal.
E B-Boy im Cypher, y step mol uf s Laminat.
Brandhärd isch back – Pathos und Panzerstahl.
Sie würde uns gärn abschryybe.
Ihr sinn mini Kinder, viellicht hätt-y sötte abtryybe.
Sage mr Bounce wär e Laufstäg.
Was wär dr lieber so rein vom Sound här?
Mode oder Stil? Zytlos oder progressiv?
Bi uns seit me bite, wenn willsch Opfer syy.
Schön gseehsch uss im superänge Shirt.
Im Cypher könnt me meine, dass vor schwule Männer twerksch.
Aber easy au ych bi mängmol e schräge Kauz.
Z fuul zum doubletime, y penn lieber uff dr Couch.
Exklusiv – so kriege drs bi Bounce.
Straight dr Nase noo, wie im Pablo si Schnauz.
Und spicy, wie sini Chicken-Pfanne.
Bier und Beats – mehr kasch nid verlange.
Hardcore-hängebliebe wie Serrano Schinke.
Ladies läcke Lippe wenn sie mir am Bahnhof winke.


Gratis auf Soundcloud: TripleNine – Giftig (2007)

Als kleines Dankeschön für die grosse Resonanz auf unsere FCB-Titelhymne «Fünf» – und damit man TripleNine nicht nur wegen der Maischtertracks kennt – haben wir unser Debut-Album «Giftig» aus dem Jahr 2007 komplett ins Netz gestellt. Gratis, versteht sich. Danke für den Support und viel Spass! Das dritte TripleNine-Album ist übrigens in der Mache.

«Giftig» ist das Debut-Album der 2006 in Brandhärds Milieu-Studio gegründeten Basler Rap-Allstarcrew TripleNine. Gründungsmitglieder sind die Beatproduzenten Fierce (Brandhärd), SimonAyEm (auch Rapper) und DJ Johny Holiday (Brandhärd)sowie die Rapper Abart (Taktpakt), Fetch (Brandhärd), Jean Luc Saint Tropez (Stuuberocker), Thierrey (Freakanoid) und Zitral (Stuuberocker). Ebenfalls Teil der Crew ist Graffiti-Legende und Hausgrafiker Kron.


Sonne, Bier und Eishockey – die Fasnacht 2014

Bild

Die drey scheenschte Dääg 2014 sind passé und es gibt gar, aber auch gar nichts an ihnen auszusetzen. Sommerwetter, eine Clique voller junger, intelligenter, hübscher Menschen und eine sauf- und rauffreudige Zyschtigs-Truppe – alles perfekt. Die Clique ist natürlich, wie allewyyl seit 2010, die onYva und die Chaos-Truppe am Fasnachts-Dienstag kennen Kenner als Neys Zyschtigs Ziigli.

Bevors hier meinen Zeedel 2014 in voller Länge nachzulesen gibt (Ihr habt ihn mir ja eh alle schon am Strassenrand aus der Hand gerissen, oder?;), hier noch das Video zum Eishockey-Gaudi am Zyschtig. Selten waren wir beim Znacht so zerstört – und es lag nicht am Bier.

NeysZyschtigsZiigli_2014_Eishockey_selection1

onYvoit – gäll de kennsch mi

onYva_2014_MorgestraichDie Wänd hänn Oore, Bildschirm Auge
Si gseen-ys, au wenn mirs nid glaube
Mir sörfe, tschätte, lache, schnaube
Derwyyl si unsri Date raube

Hänn Spanner friehner still und haimlig
Dur s Schlisselloch gwogt ai bis zwai Bligg
Wirsch hitt beschpitzled wenn d dehaim bisch
Vo jedem Gräät wo grad online isch
Näb Händy, Compi – wie grad jetz
Isch au dr Yysschrangg bald am Netz
Au Duschi, Toschter, Woog und Oofe
Vrroote di und dyni Goofe

Dr groossi Brueder luegt und sammled
Waiss wenn du pennsch und wenn d hesch grammled
Mi dschuuderets, wie dä mi kennt
Wenn d Fyyrweer kunnt bevors scho brennt
Und jedes fir mi gmachte Buech
Uf Google zaigt – bevor ys suech
Dä waiss vermuetligg, s isch zem Schysse
Scho jetzt wenn ych ins Gras muess bysse

Dr Hollande sait grad zem Obama
Die Angie Merkel macht scho Drama
Am Delifon nur im Pyjama
Haig sie e Ussbrooch wien e Lama
Do wurd sogar dr Putin gay
Waiss d NSA, s sig voll okay

Dr Edward Snowden Siibesiech
Dä macht scho Zyyg won ych nid miech
Wo dä sie Näsli yynesteggd
Sinn alli pletzligg ganz verschreggd
Jä wär hett nid au Drägg am Stägge?
Statt Ärscher muesch jetzt Wunde lägge

Dr Wüethrich Ursli ka nid schloofe
Das sig e riise Kataschtroofe
Är haig no Lyyche untrem Bett
E Läbtob wo kain gfunde hett
Deert druff haigs no ganz haiggli Aggte
Vyyl schlimmer als die Speese-Faggte
Die zaige dass sy Halbkantoon
Scho jetz barat wär fir d Fusioon

onYva_Fasnacht_2014_1Nur Brischt und Ärsch, es goot em myys
Die Hell isch taarnt als Paradyys
No ai, zwai Cligg, denn heert är uff
Im Netz dr Scheff doch suscht nur Buff
Doch pletzligg – ping – e neye Tschätt
E Myggeli schrybt ihm ganz nätt
Ob är nid au e Webcam hätt?
Es isch erheert, sy Schtossgebätt!
Si syg sunscht nid so, sait si schyych
Und macht sich frey, är duets ‚re glyych
Si zaigi grad no vyyl, vyyl mee
Doch will zerscht syni Palme gsee
Är dänggt nimm vyyl, isch nur no schpitz
Und fummled an sym Hooseschlitz
In däm Momänt e lutte Knall
Doch gracht hetts nid im Hoosestall
Dur d Diire stirmt grad d Bolizey
Das Lueder macht e riise Gschrey
Denn die het syni Kronjuweele
Grad filme welle zum en gweele
Am Bildschirm winggt e Bull mit Helm:
Du hesch jetz Gligg gha, huere Schelm!
Mit rootem Gsicht will säll grad wisse
Wie sis gmerggt hänn, dass är wird bschisse
Dr Schugger lacht und sait, si haige
Ihn nur benutzt zem allne z’zaige
Wo sich die Cyber-Schelm verstegge
Nachdäm si sexy Fährte legge
Si haige ihn halt observiert
Und gmerggd, dass das guet funktioniert
Will ain, wo mit dr Lände dänggd
Jo sicher bald in d Schyssi länggd
Drum hebed acht im Web dehai
Bim sörfe sinn dr nie elai
Wär sich im Internetz verstriggt
Wird irgendwenn grad dobbled gfiggt


MC Rene in Basel – das Video-Interview

Diese Woche machte der rastlos rollende Nonstop-Interrailer MC Rene aka Reen einen Zwischenhalt im F A K T Basel. Ich habe die Gelegenheit für eine ausführliches Video-Interview genutzt, in dem der 36-Jährige erklärt, warum er sein bürgerliches Dasein hinter sich gelassen hat für ein Leben auf Reisen und ohne viel Besitz und warum er darüber ein Buch geschrieben hat. Zudem sagt Reen, was er vom aktuellen Deutschrap-Hype hält. Hier mein «Schlaglicht»-Blog dazu.


Ein Gay-Callboy kämpft an mehreren Fronten

Dieser Artikel erschien erstmals am 20. Januar in der Basler Zeitung.
Der Basler Sex-Arbeiter Mateusz Skibinski erzählt, was er zur HIV-Prävention und gegen tobende Ehefrauen unternimmt. Dabei kann er sich auch Andeutungen zu prominenten Interessenten nicht verkneifen.
Kämpft um Anerkennung und Akzeptanz: Callboy Mateusz Skibinski hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Kämpft um Anerkennung und Akzeptanz: Callboy Mateusz Skibinski hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht.

Es grenzt an ein Wunder, dass uns die Nachricht von Mateusz Skibinski überhaupt erreicht hat. Normalerweise werden Mails, deren Absender­namen sich aus den Wörtern Amor, Gay und Callboy zusammensetzen, vom Spam-Filter eliminiert. Nicht so dieses Mal. Und so erfahren wir, dass sich der 28-jährige Wahlbasler für eine bessere Akzeptanz schwuler Sexarbeiter und gegen die Ausbreitung des HI-Virus einsetzt.

Wir treffen Skibinski, den seine ­Kunden als Callboy Mateusz kennen, in der Bar des Hotels Trois Rois. Hier fühlt er sich wohl, mag das edle Ambiente und die Diskretion. Trotz seinem distinguierten Auftreten wirkt der gebürtige Pole im Nobelhotel wie ein Paradies­vogel: extrovertierte Frisur, knallgelbe Rüeblihosen, das Shirt mit Strass-­Steinen verziert, dazu Lackschuhe. Die Brille ist von Prada, die Tasche von Louis Vuitton. Neben schönen Hotels und Kleidern mag er Theater, Opern und Museen. Orte, an denen auch Skibinskis Kunden verkehren. Diese seien nicht selten prominent, meist sogar verheiratet. Hier gäbe es einige Anekdoten zu erzählen. Aber erstens gehört Diskretion zum Callboy-Job und zweitens ist Skibinski hier, weil er Wichtigeres zu sagen hat.

Gegen das ewige Versteckspiel

«Als schwuler Ausländer aus der Sexbranche ist man dreifacher Aussenseiter», findet er. Sein Ziel ist, dass Homosexualität und Sexarbeit als normal angesehen werden. Als Callboy fühlt sich der Pole auch von der Gay Community nicht immer akzeptiert – was ihm zu schaffen macht. Zu Skibinskis Vision gehört, dass sich Schwule getrauen, zu ihrer Sexualität zu stehen. Insbesondere Ehemänner und Familienväter, die einen wesentlichen Teil seiner Kundschaft ausmachen. «Ich will, dass dieses Versteckspiel ein Ende hat», erklärt der Sex-Worker.

Dass Callboy Mateusz Sex mit ­verheirateten Männern hat, bereitet ihm kein schlechtes Gewissen. «Die sind nicht untreu», findet er, «denn ihre Frauen können sie nicht so befriedigen wie ich.» Es sei schon vorgekommen, dass ihn eine Ehefrau mit ihrem Mann in der Küche erwischt hat. «Wir waren nicht am Kochen», erinnert er sich schmunzelnd, «aber sie». Man habe die Situation danach ausdiskutiert. (mehr …)


Brandhärd live auf dem Barfi Pt. I

Acht Jahre nach der legendären «Nochbrand»-Première auf dem Barfüsserplatz Basel kehrten wir heute vor einer Woche auf den «Seibi» zurück – wieder im Rahmen des Jugendkulturfestival (JKF). Es wurde ein bombastisches Konzert mit einem Publikum, das seinesgleichen sucht – danke für den überwältigenden Support!  Dieses erste Konzert-Video enthält Ausschnitte der Tracks «Wägg wie dr Wind», «Träne in de Auge» und «Blackbox». Props und Dank an Gabe und die Jungs von «Swiss Trick Nation» für die krasse Akrobatik-Einlage! Und an Manoo und Tommy an den Cams. Der Schnitt ist von mir.


Mit der Kamera ans Rheinschwimmen

Gestern ging es beruflich den Bach runter. Hier das Resultat von 15 Minuten Spass und 4 Stunden Arbeit…

Schon geil, so eine Unterwasserkamera.


«Public Provocations III» in Style am Rhein

Seit gestern wird an der «Public Provocations» in Weil am Rhein Graffiti, Streetart und Artverwandtes ausgestellt. Hunderte waren an der Vernissage einen Steinwurf hinter der Landesgrenze. Ich auch. Hier ein paar ausgewählte Bilder des denkwürdigen Abends. Meinen ausführlichen Artikel zur Ausstellung könnt ihr auf dem Schlaglicht-Kulturblog lesen. Mehr Bilder gibts auf Flickr.

Won (ABC) aus München mit seinen typischen Train-Drachen.

Das «Wimmelbild» von Ayrz aus Spanien.

Frauenpower: Mad C aus Deutschland.


Dolor de cabeza dank Les Sentius 2006

Dieser Wein hat mir und M.B. aus B. am Mittwoch den Abend in meiner Lieblingsbar versüsst – und am Donnerstag meinen Kopf gefickt (oder war es das Bier, dass ich Depp dummerweise danach noch zu mir nahm? Bier auf Wein…).

Les Sentius heisst der Tropfen der Kellerei Celler Joan Simó aus der katalanischen Weinbauregion Priorat. Und langsam wird mir (Laie) bewusst, dass ich Assemblagen mit Cabernet-Trauben mag. In diesem Fall ist es die Mischung von Cabernet Sauvignon, Cariñena, Garnacha, Merlot, Syrah. Die edlere Variante des Sentius heisst Les Eres (enthält keinen Syrah) – und wurde mir von T.K. aus B. vor ein paar Monaten zum Geburtstag geschenkt. Nun muss ich nur noch ein paar Jaare warten, bis der Saft trinkreif ist.


Run and gun an der muba

Wundert Euch nicht, wenn Ihr meine Fresse heute in der Tagesschau oder sonstwo sieht – sorry! So kam es zum Schlamassel: Heute hatte ich den Auftrag, die muba-Eröffnung zu filmen. Natürlich liess ich mir den anschliessenden Rundgang mit Frau Bundesrätin nicht entgehen. So viele Medienleute – da packt einen der Jagdinstinkt. Run and gun, nenn ich das. Fotografen fotografieren Fotografen beim Fotografieren – und, wenn der Weg grad frei ist, auch Eveline Widmer-Schlumpf mit ihrem auffälligen, violetten Hermes-Halstuch.

Sie war aber dummerweise nicht der einzige Farbtupfer – ich weiss auch nicht, wie ich auf die Idee kam, meinen türkisfarbigen Etro-Pulli zu tragen. Nunja…ist auch nicht schwierig in dieser tristen Masse von Politikern und Journalisten aufzufallen. Statt der muba-Videos – endlich konnte ich Guy Morin zu seinen unsagbaren MTB-Schuhen befragen – präsentiere ich Euch zum Wochenende aber lieber meine Lieblingsfilme der letzten Tage. Und diese sind in aller Ruhe entstanden.


Fetch am Red Bull Soundclash in der Kaserne

Das dürft Ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen: Diesen Samstag, 22. Januar, gibts Brot und Spiele in Basel. Dann moderiere ich zusammen mit der charmanten Danielle Bürgin (Radio Basilisk / Viva con Agua) die Rotbullen-Soundklatsche in der Kaserne. Die Bands Da Sign & The Opposite (das sind die Berner mit «Slow Down, Take It Easy» und den Titten auf dem CD-Cover) und 7 Dollar Taxi (LU) werden sich zu Eurer Entzückung bis aufs Blut bekämpfen. Mindestens.

Geiler Flyer, oder? Das Links sind die Taxis, rechts die Signs. Und so wird der Schlagabtausch gemäss Pressetext der Rotbullen grob gesagt funktionieren (mein generalstabsmässiges Show-Script kommt da ganz anders daher):

Am Red Bull Soundclash messen sich Da Sign & The Opposite und 7 Dollar Taxi in einer einzigartigen Show. Nicht nacheinander, sondern gleichzeitig: Von zwei Bühnen aus gespielt, prallen über den Köpfen des Publikums die Live-Qualitäten und Improvisationskünste beider Bands zusammen. Vier Runden lang, Ton um Ton, Akkord um Akkord und dies alles im Namen der Unterhaltung. Denn die Crowd kürt die Gewinner der Herzen per Applaus. Zusammen mit zwei MCs heizen The Famous Goldfinger Brothers zusätzlich ein und führen Bands und Publikum durch die Runden mit immer wieder neuen Herausforderungen.

Die «zwei MCs» sind MC Danielle Bürgin aka D-Bürgee und meine Wenigkeit. Das wird eine einmalige Sache – oder habt ihr in der Reithalle schon einmal zwei Bühnen gleichzeitig stehen sehen? Mit dem Publikum in der Mitte! Na also – wir sehen uns. Für die schnellen unter Euch hab ich noch ein, zwei Gästelistenplätze zu vergeben (per Mail, FB oder SMS).

Die Sause am Samstag ist übrigens der zweite Red Bull Soundclash auf Schweizer Boden. Auf Siegerboden wohlgemerkt, denn Basel ist die Heimat der Gewinner der ersten Soundklatsche: The bianca Story (das sind die, die uns kürzlich den Pop-Preis weggeschnappt haben). Die Basler haben damals Stress-Kumpel Nega alt aussehen lassen.

Red Bull Soundclash
Datum: Samstag, 22. Januar 2011
Location: Kaserne, Klybeckstrasse 1, 4057 Basel
Tickets: Abendkasse CHF 20.- oder Vorverkauf Starticket CHF 18.-Vorverkauf:
Türöffnung: 21:00 Uhr
Afterparty: The Famous Goldfinger Brothers


Von Volkshäusern und Volksenscheiden

Gewitterwolken über der BaZ, Sonnenschein über Brandhärd…so sieht es aus zur Zeit. Insbesondere Vergangene(s) Woche(nende) ging es wieder einmal drunter und drüber. Zum Beispiel im Volkshaus Basel. Dort stand nämlich das vorerst letzte Brandhärd-Konzert auf dem Programm – und das Publikum war grandios (tolles Live-Video hier). Danke an alle für die grandiose Unterstützung!

Der Auftritt fand im Rahmen der «Global House Party» statt. Normalerweise bin ich ja gar kein Fan solcher Crossover-Massenevents (die Ausgeburt solcher Seuchen-Anlässe ist die alljährliche «Big Bang» Sylvesterparty), bei denen es der Veranstalter irgendwie allen recht machen will und möglichst viele Leute in möglichst kurzer Zeit möglichst viel konsumieren sollen.

Aber diesmal wurde ich wirklich positiv überrascht! Obwohl unser Mischer (der normalerweise sein Pult mitten im Publikum hat) in einer Besenkammer ohne Sicht auf die Bühne untergebracht wurde und obwohl sein Mischpult (das er vorgesetzt bekam) auf den ersten Blick nicht einmal für unseren Bandraum zu taugen schien, war die Akkustik (zumindest auf der Bühne) super. Danke an André für den Spitzenjob am Mischpult. Und danke an Simon Ertler und Roman Schoch für die tollen Bilder (trotz miserabler Bühnenausleuchtung)! Zum Beispiel dieses hier…

Und dann war da ja noch die Auszeichnung beim 2. Basler Pop-Preis am Mittwoch, wo wir dank unseren treuherzigen Fans in der frisch renovierten Kuppel (schön ist sie geworden) den Publikumspreis abräumen konnten (ja…das können wir gut, wie die Slangnacht immer wieder beweist). Zwar gibt es für den Preis der Herzen «nur» Ruhm und Ehre – anstatt der 15’000 Franken, die uns der Jurypreis beschert hätte – aber offenbar war die Jury der Meinung, dass Brandhärd a) bereits den gefestigteren Status hat als die Gewinner von The bianca Story (mit kleinem «b»!) und dass wir b) unsere nächsten Projekte wohl eher selbstständig stemmen können, als die sympathische Art-Pop-Band (Gratulation an dieser Stelle!)…der zweite Punkt ist meine Interpretation.

Immerhin beerben wir mit dem Publikumspreis niemand geringeres als die Lovebugs, die letztes Jahr das selbe Schicksal hatten wie wir – darauf sollten wir mit einem gemeinsamen Song anstossen. Oder? Danke auch an den Basler Rockförderverein (RFV) für den gelungenen Abend.

PS: Highlight des Volkhaus-Gigs war für mich übrigens der Teenager, der mich nach dem Konzert gefragt hat, warum wir «Mi Myggeli» nicht gespielt haben. Es berührt mich, zu sehen, dass ein persönlicher Song über meine Tochter auch Leute begeistert, deren Interessen ich eigentlich eher bei anderen Themen sehen würde. So werde ich gerne eines Besseren belehrt…die heutige Jugend ist ja vielleicht doch nicht so übel, wie uns einige weiss machen wollen. Ja selbst die Mädchen mit den höchsten High-Hells (aka Fuck-Me-Boots) und den engsten Höschen wurden punkt drei Uhr vom Mama-Taxi abgeholt. Schöne Bilder…


Smalltalk für Wein, scheinbar musses sein…

Für einen Blitzbesuch waren die eineinhalb Stunden an der Basler Weinmesse ziemlich ergiebig: Gefühlte sieben Hektoliter Wein im Bauch, ein dusseliges Gefühl im Kopf und drei Kartons Britto Superiore DOC 2006 aus Kalabrien in freudiger Erwartung. Dabei begann der Weinabend mit dem Tiefpunkt: Nach dem Whisky-Appetizer ging es straight zum Stand des Weindealers, dem ich die Gratis-Eintritte zu verdanken hatte. Schliesslich will man sich ja loyal zeigen. Dummerweise gerieten ich und mein TripleNine-Kumpel M.F. an besagtem Stand an den wohl schlecht gelauntesten Ausschenker des Universums. Mit dem Charme eines Wein-Spucknapfes schüttete er uns zuerst einen österreichischen Weissen ins Glas, dann folgte ein Roter, ebenfalls aus dem Land des fliegenden roten Bullen. Beide Weine schmeckten schrecklich. Uääääh. Nixx wie weg.

Eines der Hauptprobleme an Weinmessen ist der standesgemässe Abgang nach der Degustation. Einfach weglaufen geht ja nicht (ausser beim oben genannten Stand). Und Einkaufen kann man ja auch nicht an jeder Trinkstation. Den besten Weg wählten wir wohl nach Stand Nummer zwei, an dem wir unsere geschundenen Kehlen mit zwei hervorragenden Amarone (einen Il Roverone und v.a. einen Begali, beide 2005) besänftigt hatten: «Den Wein merken wir uns…bis später», bekam die reife Dame hinter dem Tresen zu hören. Und weg waren wir. Ohne schlechtes Gewissen. Denn «merken» werden wir uns die beiden Tropfen schon…aber für den Einkauf war der Saft mindestens 15 Franken zu teuer.

Weiter zu den Wallissern, bzw. zu den Wallisserinnen am Stand der Johanniterkellerei. Pinot Noir und Syrah standen bereit, gekeltert in Salgesch, wo laut den beiden Damen das halbe Dorf Weintrauben anbaut. Der Kumpel spielt sich sogleich auf: «Hä, bei euch im Wallis sind doch alle Weine mit Frostschutzmittel gestreckt!» Ein Gentleman eben. Nach einem Lächeln und ein paar versöhnlichen Worten lassen sie uns dennoch an die Kelche. «Das ist aber ein untypischer Pinot Noir», erklingts zu meiner Linken. Die Wallisserin lächelt müde: «Das ist aber ein absolut typischer Pinot». Achso. Nun weiss ich, warum ich meine Gutachten (vorerst) nur in «gut» und «schlecht» abgebe. Blumige Worte kann ich besser im Rap einsetzen. Beide Weine, Pinot und Syrah, waren ganz ok…aber ebä. Wegen solchen Tropfen geht man nicht an eine Weinmesse. Also weiter.

Die dritte Station sollte es in sich haben – deshalb wurde sie auch zu unserer Endstation. Am Räber-Tresen kam zusammen, was bei den Vorgängern fehlte: Eine sympathische, eloquente, ja fast schon witzige Bedienung…und gute Weine. Also tranken wir uns in schwindelerregendem Tempo durch das gesamte kalabrische Rotweinsortiment: Amanizo Calabria IGT, Colle Barabba DOC und Britto Superiore DOC. Von Letzterem wurden schliesslich drei Kisten bestellt. Zum finalen Gnadenstoss gabs zwei Barolo. Guet Nacht.


Brandhärd an der allerersten «Primetime Show»

Donnerstag, 20 Uhr, das ist Primetime. Logisch…dann läuft nämlich unsere Radiosendung Bounce. Seit letzter Woche haben wir aber Konkurrenz aus der Heimatstadt…Joey von Mutzenbechers Primetime Show hatte nämlich Première. Mit dabei: Brandhärd, die neuerdings an jeder Hundsverlochete anzutreffen sind…

Props gehen an unseren Homie -minu…Du hast allen die Show gestohlen. Wenn Du vierzig Jahre jünger wärst, würden die Kids heute Deine Raptexte feiern.


Zolli vs. Kuppel – Es könnte doch so einfach sein

Kampf um die Kultur im Nachtigallenwäldeli: Das Kult-Lokal Kuppel will dort einen Neubau mit Bandräumen realisieren. Der Zolli möchte bis zur Heuwaage expandieren – und zwar ohne, dass die Kuppel im Weg steht. Das finden zumindest einige (gutbetuchte) Zolli-Gönner, wie heute der BaZ zu entnehmen ist. Die Kuppel könne schliesslich – im Gegensatz zum Zolli – auch wo anders weiterbestehen, so ihr Argument. Die beste Idee wäre meiner Meinung nach folgende: Die Kuppel kommt künftig im gigantischen Ozeanium unter, das der Zolli auf der Heuwaage plant. Der Nutzen beider Seiten ist offensichtlich: Der Zolli hat den Weg frei zur Heuwaage und die Kuppel hätte eine einzigartige Aquarium-Kulisse, um Parties und Konzerte durchzuführen. Tanzen unter einer Glas-Kuppel inmitten von Stachelrochen und Haifischen – das wärs doch!
Schade, wird diese Idee wohl von keiner Seite ernsthaft geprüft werden. Aber träumen darf man ja noch. Ich habe Verständnis für beide Seiten: Also Rapper und Party-Pate (Sneakerbox in der Kuppel) habe ich natürlich grosse Sympathie für die Kuppel; ein solches Lokal hat Basel dringend nötig – und zwar im Zentrum! Als Familienvater und Zolli-Freund fände ich aber auch eine Zoo-Expansion in Richtung Innenstadt geil. Warum also nicht das Eine mit dem Anderen verbinden? Irgendwie wird man ja wohl aneinander vorbeikommen. Seid kreativ, liebe Planer!

Edit: Ich weiss nicht so recht, was ich vom millionenschwerem Zolli-Gönner Matthias Eckenstein halten soll. Einerseits finanziert er mit seiner Stiftung im Alleingang die neue Affenanlage, was ich natürlich sensationell finde. Danke! Andererseits scheint sich der betagte Herr einen Spass daraus zu machen, weit fortgeschrittene Bauprojekte im (zweit)letzten Moment mit seinen Ideen und seinem Geld zu gefährden. Oder zumindest durcheinander zu bringen. Beim Kunstmuseum-Anbau war das so. Und nun bringt er Unruhe ins Nachtigallenwäldeli. Da gäbe es wohl auch taktvollere Interventionsmöglichkeiten.


Klassik und Elektro statt Bounce – dafür gibts zwei Podcasts

Weil DRS Virus heute Abend, zusammen mit DRS 2, unter dem Motto «Klassik meets Elektro» live (ab 20h) aus dem «Kulturcafé» Unternehmen Mitte sendet, gibts kein Bounce. Dafür habt ihr nun Zeit, die letzten beiden Shows nachzuhören – es lohnt sich nämlich. Am 30. September hatten wir Soundkolonee aus Rheinfelden live zu Gast. Die Aargauer erklärten im Interview u.a. warum sie sich in den letzten Monaten quasi verdoppelt haben und wieso es sage und schreibe gut zehn (!) Jahre gedauert hat, bis zum Debut-Album «Heb d’Frässi», das jetzt vorliegt. Hier gibts den Podcast dazu.

In der Woche zuvor, am 23. September, hatten wir zudem Heabros am Start. Der Basler KIS und der Badener N1zag Coolton präsentierten ihr Album «Soulfood», das hält was der Name verspricht: Nachdenkliche Texte über die endprechenden Beats. Vielversprechend, die beiden Newcomer! Überzeugt Euch selbst im Podcast. Die Playlists zu beiden Sendungen hibts wie gewohnt bei den Kollegen von Aightgenossen.ch.

PS: Curse hat soeben verlauten lassen, dass er seine Rapkarriere vorerst (?) beendet, um sich seinem neuen Projekt The Achtung Achtung zu widmen. Alles Gute, Mike, auf diesem Weg!


«As-salāmu ʿalaikum» – Besuch in einer Moschee

Heute Morgen begann für die arabisch orientierten Muslime das dreitägige Fest des Fastenbrechens – auch Zuckerfest genannt – zum Ende des Ramadans. Die türkischen und albanischen Gläubigen festen bereits seit gestern. Ich hatte die Gelegenheit, den Anlass in der König Faysal Moschee mitzuerleben. Hier gibts die Reportage dazu und hier die Erklärung, warum die einen Muslime 30 Tage fasten, während die anderen nach 29 schon festen. Zudem sind mir heute zwei gute Bilder gelungen, wie ich finde.

Der 55-jährige Nabil Arab (oben) ist Verwalter der König Faysal Moschee an der Friedensgasse (beim Pharmazentrum). Während des gesamten Ramadans hat er täglich fast 18 Stunden für das Islam-Zentrum gearbeitet – und rund 3 Stunden geschlafen. Das ist wohl härter als jede Fasterei.

Der Schweizer Malik P. (42) konvertierte vor 14 Jahren zum Islam. Sein offizieller Vorname ist Niklaus. Für ihn sind die Erfahrungen des Ramadan bereichernder als jede Reise. Deshalb nimmt er sich für diese Zeit auch zwei Wochen Ferien. Auch eine Art, Kraft zu tanken und Inspiration zu sammeln.
Für mich war es jedenfalls ebenfalls sehr bereichernd, einen Einblick in das Innenleben einer Moschee zu bekommen. Beeindruckend, wie mich nach der Prozedur völlig fremde Menschen umarmten und mit «Bruderküssen» eindeckten. Eine Erfahrung, die all den notorischen Online-Kommentar-Nörglern mit islamophobem Unterton auch gut bekommen würde. Erschreckend, wie rasch die Diskussion sogar bei einem positiven Islam-Artikel zur Polemik wird.


Jetzt kommt das Floss-Bild unter den Hammer

Nach dem denkwürdigen Härd-Konzert auf dem Kulturfloss – danke an alle Anwesenden für die atemberaubende Kulisse! – kommt nun das Kron-Graffiti unter den Hammer, das während des Gigs auf dem Rhein entstanden ist. Die Leinwand misst 1.20m auf 2.40m und ist angesichts ihrer Grösse federleicht (…aufzuhängen). Kaufangebote können auf der Brandhärd-Homepage via Kommentar-Funktion deponiert werden (bitte unbedingt E-Mail-Adresse angeben…sie wird nicht öffentlich angezeigt!) oder aber direkt via Mail.

Sobald feststeht, wer das Bild erstanden hat, wird das Graffiti selbstverständlich von allen Bandmitgliedern mit einer persönlichen Widmung für den Käufer versehen. Der Erlös dieser Graffiti-Auktion geht vollständig an die Organisation Viva con Agua, die dafür Sorgt, dass auch Menschen in Drittweltländern wie Mozambik Zugang zu sauberem Wasser haben. Die Versteigerung dauert bis am 14. August – an diesem Tag findet auf dem gesamten Kasernenareal das grosse Viva-con-Agua-Festival statt – u.a. mit Chlyklass-Rapper Greis.

Hier und hier gibts übrigens wunderschöne Bilder vom Floss-Konzert. Unser nächster Auftritt in Basel ist voraussichtlich am Sa. 16. Oktober – dann wird «Blackbox» standesgemäss in der Kaserne getauft! Soeben eingetroffen zudem: Das Making-Of zur Entstehung des Kron-Bildes…

Und hier noch der Floss-Podcast inkl. Härd-Interview…


Diesen Donnerstag ist es wieder so weit…

Zum dritten Mal innerhalb der letzten sechs Jahre spielt Brandhärd am 29. Juli auf dem berühmt-berüchtigten Kulturfloss am Kleinbasler Rheinufer. Und die Konzerte auf dem Rhein sind auch für uns jeweils etwas ganz Besonderes. Freut Euch auf den «Live-Graffiti-Sprayer» und die «speziell auf das Floss zugeschneiderte Pyroshow», wie die gut infomierte BaZ prophezeit. Los gehts pünktlich um 21 Uhr. Wir sehen uns…

Quelle: Basler Zeitung vom 22. Juli. Zur Einstimmung hier noch Eindrücke vom Gig 2008…


Zu Gast beim Gimma-Konzert am OA Frauenfeld

Vergangenen Sonntag um 11.05 Uhr in der Früh (mitten in der Nacht!) hiess am Openair Frauenfeld: Bühne frei für Gimma and Friends…da durfte meine Wenigkeit natürlich nicht fehlen – auch wenn ich mit Gimma selbstverständlich nur via Facebook befreundet bin ; ) In der dritten Strophe von Gimmas Unmensch-Opener «Morgarot» gebe ich meinen 16er vom TripleNine-Track «Monumänt» zum besten (wie ich diesen Part liiiebe!). Danach gibts noch einige Backstage-Eindrücke…

PS: Aufmerksamen Zuschauern ist sicherlich nicht entgangen, dass sich mein bestes Stück während meines grossen Auftrittes ausnahmsweise unter das Publikum gemischt hat – ein bisschen Auslauf muss sein, wenn man schon mal auf einer Pferderennbahn unterwegs ist;)


Griechischer Wein im Hohen Dolder

Bei einem solchen Fest wird man gerne 30: Die besten Menschen aus meinem Leben, versammelt im malerischen Altstadthaus der altehrwürdigen Basler Vorstadtgesellschaft Zum Hohen Dolder zwecks feuchtfröhlichem Wiedersehen. Das architektonische Schmuckstück steht an bester Lage in der St. Alban-Vorstadt und bietet eine idyllische kleine Pfalz auf den Rhein hinaus (hier gibts Historisches zum Haus). Aber auch das Interieur lässt nichts zu wünschen übrig…

Um die griechische Wirtschaft wieder anzukurbeln, wurde hellenisch gegessen (love it!) und getrunken. Held des Abends war der 2007er Amethystos des Weinguts Costas Lazaridi. Eine Rotweinmischung aus der bergigen Region Drama unweit der bulgarischen Grenze, bestehend aus Cabernet Sauvignon, Merlot und der griechischen Limnio-Traube. Seinen Namen hat der feine Tropfen vom Amethyst, einem violetten Quarzstein mit ganz besonderer Eigenschaft: Eine alte Legende besagt nämlich, dass nicht betrunken werden kann, wer einen Amethyst in den Händen hält. Auf den Wein trifft dies jedenfalls definitiv nicht zu, wie ich schnell merken musste.

Gefüllte Weinblätter, Tsatsiki, Mousaka, Bifteki…und das in diesem Ambiente. Was gibt es besseres? Das hervorragende Catering lieferte übrigens die Griechische Taverne aus Münchenstein.

1502? Ok, da kommt man sich wieder ziemlich jung vor;)


Ein perfekter Tag für ein Fotoshooting

Es war ein perfekter Sonntag: Das Brandhärd-Fotoshooting (Album-Release ist der 4. Juni!) lief perfekt, der FC Basel bodigt Luzern 5:0 und übernimmt die Tabellenspitze – und YB lässt sich in Sion abschlachten. Peng! So schön wars am Rhein entlang…

Wenn weisse Schwäne schwarz erscheinen…


Always think pink: Smash 137 auf dem SoCa

Kürzlich noch hat er an der art Karlsruhe ausgestellt und sein Graffiti-Buch Smash Proof signiert, nun ist er back in Basel. Zumindest hab ich dieses frühlingsfrische Piece des Basler Sprayers Smash 137 erst gestern am altehrwürdigen Sommercasino entdeckt. Very nice…

…superfunky natürlich auch das Bild von Jers, der in letzter Zeit verdammt fresh daherkommt, erinnert irgendwie an die Berliner Style-Kanonen Kacao 77 und Phos 4

Hier eines der Smash-Bilder, das in Karlsruhe gezeigt wurde (Quelle: Smash137.net)…